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BRETONISCHE MUSIK
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JEAN-LUC THOMAS, PHILIPPE GLOAGUEN, PIERRICK TARDIVEL
"KEJ"
An Naer Produksion, 2001
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MUSIKER
Jean Luc Thomas: flûtes traversières en bois, fujara - Pierrick Tardivel: contrebasse - Philippe Gloaguen: guitares acoustiques et électrique
GÄSTE
Annie Ebrel: chant - Olivier Urvoy: saxophone soprano - Yann Guirec Le Bars: guitare
TITEL
1. Feunteun Gozh 5:19 - 2. Maï Ann/Ton bale an aod uhel 8:00 - 3. Le centenaire de la Cafetière 6:18 - 4. Pen ar Prat 4:21 - 5. Dossen Laneros 10:57 - 6. Lomig/Gavottes 4:59 - 7. Pen ar Prat 2 4:28 - 8. Bonom Kozh 9:37 - 9. Tal ar Forn 10:53
(total: 64:17)
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Drei Musiker, drei Instrumente, drei Klangfarben - das Trio KEJ schafft mit seiner Musik viele Verbindungen und Begegnungen, denn das bedeutet das bretonische Kej: Begegnung.
Jean-Luc Thomas (Flöte), der bereits eine lebhafte Vergangenheit in der traditionellen bretonischen Musikszene hinter sich hat (Hastan, Dibenn, Flûtes 4, etc...) und Pierrick Tardivel (Contrabaß), der bislang vor allem als Studio- und Begleitmusiker vielfältig
unterwegs war, kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Gruppe Dibenn.
Philippe Gloaguen (Gitarre) war bisher vorwiegend bei Jazz-Formationen beteiligt.
Entsprechend bewegt sich die Musik des Trios auch irgendwo im Bereich sehr
atmosphärisch getönter Jazz-Improvisationen mit traditionellen Untertönen. Mich erinnern die Aufnahmen sehr stark an die Gruppe Barzaz, die Anfang der 80er Jahre einen ganz neuartigen, eher konzertanten Stil in der bretonischen Musik anschlug und großen
Erfolg damit hatte.
Kej, das ist instrumentelle Musik, die bei einigen Titeln durch die beeidruckende
Stimme der Sängerin Annie Ebrel (ebenfalls Ex-Dibenn) ergänzt wird.
Als weitere Gastmusiker wirkten Olivier Urvoy (Saxophone) und Yann Guirec Le
Bars (Gitarre) bei den Aufnehmen mit.
Das optisch ansprechend aufgemachte Album im typischen Format und Stil des
Labels An Naer Produksion präsentiert exquisit aufgenommene und arrangierte zeitgenössische
bretonische Musik, die sich zwischen den musikalischen Welten bewegt und gleichzeitig
neue musikalische Welten schafft.
Eine Spezialität des Trios ist die situative Improvisation vor Ort - mit Musikern aus anderen Regionen (Brasilien, Afrika,...), an den verschiedensten Orten, die nicht unbedingt dem üblichen Konzertrahmen entsprechen (in alten Gemäuern und Ruinen, Fabrikgebäuden etc.) und so war es auch ein Anliegen, die Aufnahmen zu dieser CD studiotechnisch nicht weiter nachzubearbeiten. Die Aufnahmen wurde in einem Durchgang gemeinsam eingespielt und sollen so eine gewisse Authentizität
entsprechend den Live-Auftritten des Trios vermitteln.
Das Album erschließt mit jedem Hören immer wieder neue Klangwelten und -dimensionen und stellt für mich eine der hörenswertesten Veröffentlichungen
des Jahres 2001 dar. Sehr empfehlenswert. Die CD des Monats - April 2002 !
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