Auf Kurt Patrick Geiers Erstlingswerk sind ausschließlich eigene Kompositionen
zu hören, erstklassig interpretiert von ihm selbst. Trotz der spartanischen
Aufnahmetechnik brilliert die CD mit einer ansprechenden Tonqualität. Die
16 Songs erzeugen eine melancholische Stimmung und machen Lust auf eine Tasse
Tee, ein gutes Buch und ein Kaminfeuer. Geier singt von der Melancholie des Lebens,
dem Genuss des Nichtstuns und den Momenten der Ausgeglichenheit. Er stellt die
Zeit in Frage und erlebt sie doch am eigenen Leib, wenn der Winter endlos und
die warme Zeit immer viel zu kurz erscheinen. Er erzählt von Beziehungen,
Liebe, Schmerz und Langeweile und mit seiner vollen und angenehmen Stimme bringt
er den Zuhörer zum Träumen.
Sein erstklassiges Gitarrenspiel unterstreicht
die Wirkung seiner Texte und seines Gesangs. Geier hat einige hervorragende Songs
geschrieben, mit denen er sich durchaus mit international bekannten Songwritern
messen kann. „Nothing unknown“ erinnert ein wenig an die melancholischen Stücke
des genialen Multitalents Brian Eno. Trotzdem bleibt er jedoch immer authentisch
und hat einen bemerkenswerten Stil gefunden. Meine Lieblingslieder sind neben
dem mehrstimmig gesungenen „Nothing unknown“ und „Prisonguard“, die von Melancholie
beherrschten „Coffee and Chocolate“ und „Inertia“ wie auch die von Beziehungen
erzählenden „Tracks“ und „Rubber Duck“.