"Die Musik von Pol Huellou ist eine Naturfreude
. Wie ein Bach, der von den irischen Bergen oder den bretonischen Hügeln
dem Meere zufließt, erzählt sie rieselnd allerlei Geschichten.“
Joachim-Ernst Berendt
Pol Huellou ist in der bretonischen Musikszene
durchaus eine bekannte Größe. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten mit Kollegen
wie Myrdhin und David "Hopi" Hopkins gespielt und war an diversen Plattenprojekten
beteiligt. Er war Mitglied der "Roving Laddies" oder auch "Sons of the Desert"
und ist mit seinem Flötenspiel tief in der keltischen Tradition verwurzelt.
Mit seiner Lebensgefährtin Michèle
Kerhoas und JC Normand präsentiert er nun die Erste CD von Escale
Dédale, einem Trio, das sich dem musikalischen Erzählen rund um den Globus gewidmet
hat. Die Inspirationen, Lieder und Melodien stammen aus aller Herren Länder und
haben vor allem eines gemeinsam: den starken Impetus, Geschichten zu erzählen
und musikalische Landschaften zu kreieren, die den Zuhörer tief in ihren Bann
ziehen.
Michèle Kerhoas ist seit Jahrzehnten als engagierte
Darstellerin eines Strassentheaterensembles in ganz Frankreich unterwegs und
kann mit ihrer Stimme die entsprechende Dramatik beisteuern, ohne dabei jemals
übertrieben zu wirken.
Den Liedern liegen sowohl traditionelle Melodien
zugrunde, wie auch die Chansons und Lieder von Songwritern quer durch alles Genres.
Hier finden sich einzigartige Interpretationen von Loudoun Wainwright III bis
Charles Trenet oder bekannte Evergreens wie "Where have all the Flowers Gone"
und gleichgültig, ob sich das Trio Jazztiteln wie dem bekannten "Harlem Nocturne"
widmet oder einem Evergreen wie "The Lady is a Tramp" - es kommt immer ein Lied
heraus, das man zum ersten Mal zu hören meint.
Die Musik des Trios ist von tiefem Humanismus
und enormer Sensibilität geprägt und präsentiert in seine Ganzheit ein Weltbild,
das dem sozialen Engagement der Interpreten entspringt. Wenn Pol Huellou beispielsweise
"Sag mir, wo die Blumen sind..." auf französisch, englisch und deutsch singt,
dann läßt das wohl kaum einen Hörer unberührt.
Als Gastmusiker waren an der Produktion des
Albums einige der großen, alten Musiker der brettonischen Szene beteiligt: David
"Hopi" Hopkins, Gaby Kerdoncuff und Gilles Le Bigot.