Anspieltip: 7, 10, 14
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MUSIKER
Opricâ Ivancea: sopran clarinet, alto saxophone - Ioan Ivancea: sopran
clarinet, vocals - Costicâ "Cimai" Trifan: trumpet, vocals - Radulescu
Lazar: trumpet, vocals - Nicusor "Pusac" Cantea: trumpet - Daniel Ivancea: alto
saxophone - Constantin "Sulo" Calin: tenor horn - Laurentiu Mihai Ivancea: baritone
horn - Monel Trifan: tuba - Costel "Gisniac" Ursu: large drum - Nicolae Ionita:
percussion
TITEL
1. Doina 2:27 - 2. Wild Silence 0:37 - 3. Iag Bari 4:34 - 4. Dusty Road 2:24
- 5. Lume, Lume 2:53 - 6. Jocul Boldenilor 2:19 - 7. Hora Din Petrosnitza 1:57
- 8. Banatzeana 1:24 - 9. Tu Romnie 3:34 - 10. Moliendo Café 2:27 - 11.
Balada Lui Ioan 3:27 - 12. Besh O Drom 5:56 - 13. Hora Andalusia 3:40 - 14. Hurichestra
3:29 - 15. So Te Kerau ? 3:51 - 16. Hora Lautareasca 2:41 - 17. Ginduri De Om
Batrin 4:14 - 18. Bubamara 1:58 - 19. Manea Cu Voca 2:41
(total: 54:02)
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12 Mann, teils jung, teils alt, teils in alten, schon etwas
abgewetzten Anzügen,
teils in bunten Hemden, teils mit Hut, teils ohne, alle ausgerüstet mit
diversen Blasinstrumenten und einer großen Trommel erklimmen die Bühne
- DIE ZIGEUNER SIND DA !!!
Und schon fangen Sie an zu spielen und Du als Zuhörer tauchst ein in eine
andere Welt, wirst mit- und fortgerissen von rasenden Rythmen und tosenden Bläser-Tunis,
darfst teilhaben an der ungebrochenen Spielfreude dieser Musiker aus Zece Praijni,
einem Ort im Nordosten Rumäniens .
"Oft, wenn ich den Leuten erzähle, ich komme von Zece Praijni, glauben
sie, ich komme vom Ende der Welt. Aber dort, entgegne ich ihnen dann, am Ende
der Welt, ist der beste Platz, um Musik zu machen." (Cimai: Trompete)
Zuhause spielen sie bei Geburten, Taufen und .Hochzeiten - wenn's sein muß auch
zwei Tage lang - vor allem traditionelle Musik und Tänze wie Doina, Sirba
und Hora. Die Ursprünge dieser Art von Gypsy Brass Band liegen in der Musik
der Blaskapellen der türkischen Armee aus der Zeit, als sie das östliche
Mittelmeer vom Balkan bis Nordafrika beherrschten.
Bis heute können diese Einflüsse in der Musik aller Länder des
Balkans deutlich herausgehört werden. Diese Kunst des Musizierens wird von
Generation zu Generation, vor allem mündlich weitergegeben, ohne daß nur
eine Note aufgeschrieben wird.
"Musik hat etwas mit Freiheit zu tun. Du mußt die Musik fühlen
können. Wenn du die Musik fühlst, dann bist du Musikant und die Technik
ist reine Trainingssache. Das hat etwas mit Blut zu tun: Roma sind gute Musikanten,
denn sie verkörpern die Musik, es ist was Angeborenes. Jedes kleine Kind
schnippt den Rhythmus mit, und niemand sagt eins zwo drei." (Gisniac: große
Trommel)
Das vorliegende 3. Album der Band hat den Titel "IAG BARI -die große Sehnsucht".
Dabei wirkten als Gäste einige Größen der rumänischen Musikszene
mit. So zum Beispiel der "godfather of oriental Pop", Dan Armeanka, der
unter Ceaucescu wie viele andere nur im Verborgenen wirken konnte, aber trotzdem
so eine Art "Gypsy Pop" kreierte und auch mit Jazz, Folklore und Reggae experimentierte.
uch der beste Trompeter Rumäniens, Costel Vasilescu ist bei dieser CD mit
dabei, ebenso eine mehr städtisch orientierte Band aus Bukarest namens "Rom
Bengale" und die Stimmen des bulgarischen Chores "Angelite". Herausgekommen ist
eine gute Mischung, die neben der bekannt schnellen Stakkato-Blastechnik auch
gefühlvolle Balladeninterpretationen enthält.
Alles in allem "Techno auf verbeulten Blech, zu aggressiv für Volksmusik
und zu virtuos für Punk" wie der Stern diese Musik beschreibt.
(Markus Helfenberger)
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